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Die Alte Musik an der Hochschule für Künste Bremen

Die besonderen Beziehungen Bremens zur Alten Musik blicken auf eine lange Tradition zurück. Von den Aktivitäten des Senders Radio Bremen, der schon in den 70er Jahren mit beispielhaften Wieder-Erstaufführungen von geistlichen und weltlichen Werken des 16. bis 18. Jahrhunderts eine Vorreiterrolle übernahmn, über Kursangebote und Workshops, zu denen man sehr früh bereits "Großmeister" wie Gustav Leonhardt, Nikolaus Harnoncourt oder die Brüder Kuijken verpflichten konnte, spannt sich der Bogen bis hin zu den epochemachenden Restaurierungsprojekten der wertvollen Orgelinstrumente, die in weltweit einmaliger Konzentration im Bremer Umland bis hin nach Ostfriesland zu finden sind.
 

Bremen war es auch, das als erster Studienstandort in Deutschland eine komplette Spezialausbildung auf dem Gebiet der Alten Musik anbieten konnte. Für die 1986 auf INitiative von Thomas Albert gegründete "Akadmie für Alte Musik" konnten als Dozenten namhafte Musiker von internationaler Reputation gewonnen werden. So erwarb sich dieses Institut in kurzer Zeit einen hervorragneden Ruf und ermöglichte zahlreichen jungen Menschen aus dem In- und Ausland eine fundierte Ausbildung in Praxis und Theorie der Alten Musik. 1994 erfolgte die Überleitung in den Studienbetrieb der Hochschule für Künste Bremen, d.h. einerseits die Übernahme sämtlicher bewährtet Unterrichtsinhalte und Curricula in die Studien- und Prüfungsordnung der neu installierten "Studienrichtung Alte Musik", andererseits aber auch die Möglichkeit, mit dem nun integrierten Dozentenstamm in die klassischen Ausbildungszweige vor allem der künstlerischen Ausbildung und der Kirchenmusik auszustrahlen.
 

Ziel der Ausbildung ist es, historische Musik in den Kontext ihres Umfeldes zu stellen und sie aus diesem Kontext heraus zu begriefen. Diese Idee spiegelt sich im Lehrplan dahingehend wider, dass versucht wird, in einer Art Epochenunterricht schrittweise die historischen, musik- und kulturgeschichtlichen Ereignisse, die Veränderungen in Instrumentenbau, Klangästhetik, Spielweise, Stilistik und der jeweils gültigen Musiktheorie nachvollziehbar zu machen und so zu einem möglichst differenzierten Bild der Musik zwischen 1550 und 1750 zu kommen.